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Die Feingeisterei

Edle Brände und Geiste von Gut Basthorst

Die Brennerei „Feingeisterei“ von Martina und Fabian Rohrwasser steht auf Gut Basthorst, rund 30 Kilometer östlich von Hamburg. Die mit kleinen Findlingen gepflasterte Zufahrtsstraße führt vorbei an der St. Marienkirche Basthorst. Auf Höhe des Gutsteiches geht es rechts ab zur Brennerei. Hinter einer hohen Hecke steht das rote Holzhaus mit weißen Fenstern, die grün eingefasst sind. Seit 2013 brennt hier Fabian Rohrwasser seine Obstbrände. Der gebürtige Franke wuchs in der Nähe Nürnbergs auf, wo es bis heute viele Obstbrennereien gibt. Bei der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Weihenstephan und Veitshöchheim erwarb er sein Diplom als staatlich geprüfter Brenner als einer der ersten des gerade neu geschaffenen Studienganges. Auf Gut Basthorst fand das Ehepaar gute Bedingungen für ein Start-Up. Von hier aus ist neben Hamburg auch Kiel, Lübeck und der Timmendorfer Strand schnell zu erreichen. Die Brennerei fügt sich in das Konzept des Gutsherren Enno Freiherr von Ruffin ein, denn neben der Landwirtschaft betreibt er ein Hotel mit den Räumlichkeiten für Firmenveranstaltungen und Familienfeiern. Exklusive Geschäfte wie ein Antiquitätenhandel, Büchsenmacher und ein Laden für englische Mode haben sich ebenfalls auf dem Gelände angesiedelt. An den Wochenenden gibt es viele Veranstaltungen von der Outdoor-Messe über Landvergnügen bis hin zum Weihnachtsmarkt. Am Wochenende ist es meist voll, so findet Fabian Rohrwasser nur unter der Woche Zeit für die aufwendige Handarbeit. „Früh am Morgen an warmen Sommertagen begegnet man schon mal dem Freiherr auf dem Weg zur morgendlichen Schwimmrunde im Gutsteich“, erzählt Martina Rohrwasser schmunzelnd. „Und Vicky Leandros gibt jedes Jahr im Advent ein Benefizkonzert in der St. Marienkirche. Diese Herzlichkeit macht diesen Ort zu etwas Besonderem.“

Die Philosophie

„Mit einem edlen Tropfen den Gaumen bezaubern, die Sinne inspirieren und den Geist beflügeln.“ Der Obstbrand soll dabei den Charakter der Landschaft mit der Kraft und Reife seiner Früchte wiedergeben. Dahinter steht der Glaube an die Einzigartigkeit und Individualität der Natur. Martina Rohrwasser bringt es mit einem Lächeln auf den Punkt: „Gute Rohstoffe sind die Grundlage für gute Destillate.“ Deshalb legen die beiden besonderen Wert auf die Auswahl der Rohstoffe. Es werden keine Zusatzstoffe wie Zucker oder Aromen zugesetzt. Die Destillate sind zu 100 % reine Natur und spiegeln so die handwerkliche Arbeit wider. Sollte es beispielsweise keine Kirschen oder Birnen in der entsprechenden Qualität geben, wird auch kein Kirschwasser oder Birnenbrand produziert.

Die Obstbrände und Geister

Möglichst viel Obst kommt aus der Region, dem Alten Land. Die Äpfel Finkenwerder Herbstprinz und Holsteiner Cox werden sortenrein verarbeitet. Alles, was nicht im Alten Land angebaut wird, kommt aus den traditionellen Anbaugebieten, die Mandarinen und Blutorangen beispielsweise aus Italien. Die handwerkliche Arbeit beginnt mit der Vorbereitung des Obstes. So sortiert der Brenner die Kerne und Stiele bei Kirschen und Birnen heraus, damit die darin enthaltenen Bitterstoffe nicht in den Brand übergehen. Der Alkohol entsteht anschließend durch die Vergärung der Früchte zur Maische. In einer holzbefeuerten Kupferbrennblase wird dann der Obstbrand gewonnen. Beeren, Nüsse und Wurzeln enthalten nicht genügend Fruchtzucker und Stärke, um aus ihnen Alkohol durch Vergärung zu bekommen. Sie werden unvergoren in Neutralalkohol eingemaischt und anschließend destilliert. Deshalb tragen diese Tropfen den Namen Geist.

Wahrer Vodka

German premium Vodka Handwerk pur – Vodka pur. Fünffach destilliert aus bestem biozertifiziertem Weizen und reinstem Schleswig-Holsteiner Quellwasser. Das ergibt „Wahren Vodka“. Ohne Schnick und Schnack, ohne Zusätze, Aromen und ohne Zucker. Ultrafein gefiltert mit einem Hauch an blumiger Note, die die Herkunft aus Weizen verrät, ist er weich, rein und klar. Einfach purer Genuss.

DON R***

Natürlich Rum auf norddeutsch Für den Don R*** Rum verarbeitet Brenner Fabian Rohrwasser aus Südamerika importierte Melasse. Nur der hochwertigste Anteil, der Mittellauf, wird in Holzfässern aus amerikanischer und französischer Eiche gelagert. Das Finish kommt in der abschließenden Aufbewahrung in vorbelegten Sherry-Fässern. Der bernsteinfarbene Triple Wood Rum besitzt einen Alkoholgehalt von 43 % und wird chargenweise in nummerierte und handsignierte Flaschen abgefüllt. Als er 2015 mit dem Namen Don Ruffino auf den Markt kam, gewannen Rohrwassers mit ihm die Auszeichnung „Rum of the year“ in Melbourne und Doppelgold in Hongkong. Es folgten weitere Prämierungen in Italien, Belgien und Australien. Die Namenspatenschaft für den Rum übernahm Enno Freiherr von Ruffin, Herr auf Gut Basthorst. Ein italienisches Weingut sah in dem Namen eine Urheberrechstverletzung und die Gefahr einer Verwechslung. Per Hand wurde kurzerhand der Name auf Don R*** gekürzt und die überflüssigen Buchstaben mit einem scharfen Messer aus dem Etikett herausgeschnitte

Die Feingeisterei Edle Brände und Geiste von Gut Basthorst Die Brennerei „Feingeisterei“ von Martina und Fabian Rohrwasser steht auf Gut Basthorst, rund 30 Kilometer östlich von Hamburg. Die... mehr erfahren »
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Die Feingeisterei

Edle Brände und Geiste von Gut Basthorst

Die Brennerei „Feingeisterei“ von Martina und Fabian Rohrwasser steht auf Gut Basthorst, rund 30 Kilometer östlich von Hamburg. Die mit kleinen Findlingen gepflasterte Zufahrtsstraße führt vorbei an der St. Marienkirche Basthorst. Auf Höhe des Gutsteiches geht es rechts ab zur Brennerei. Hinter einer hohen Hecke steht das rote Holzhaus mit weißen Fenstern, die grün eingefasst sind. Seit 2013 brennt hier Fabian Rohrwasser seine Obstbrände. Der gebürtige Franke wuchs in der Nähe Nürnbergs auf, wo es bis heute viele Obstbrennereien gibt. Bei der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Weihenstephan und Veitshöchheim erwarb er sein Diplom als staatlich geprüfter Brenner als einer der ersten des gerade neu geschaffenen Studienganges. Auf Gut Basthorst fand das Ehepaar gute Bedingungen für ein Start-Up. Von hier aus ist neben Hamburg auch Kiel, Lübeck und der Timmendorfer Strand schnell zu erreichen. Die Brennerei fügt sich in das Konzept des Gutsherren Enno Freiherr von Ruffin ein, denn neben der Landwirtschaft betreibt er ein Hotel mit den Räumlichkeiten für Firmenveranstaltungen und Familienfeiern. Exklusive Geschäfte wie ein Antiquitätenhandel, Büchsenmacher und ein Laden für englische Mode haben sich ebenfalls auf dem Gelände angesiedelt. An den Wochenenden gibt es viele Veranstaltungen von der Outdoor-Messe über Landvergnügen bis hin zum Weihnachtsmarkt. Am Wochenende ist es meist voll, so findet Fabian Rohrwasser nur unter der Woche Zeit für die aufwendige Handarbeit. „Früh am Morgen an warmen Sommertagen begegnet man schon mal dem Freiherr auf dem Weg zur morgendlichen Schwimmrunde im Gutsteich“, erzählt Martina Rohrwasser schmunzelnd. „Und Vicky Leandros gibt jedes Jahr im Advent ein Benefizkonzert in der St. Marienkirche. Diese Herzlichkeit macht diesen Ort zu etwas Besonderem.“

Die Philosophie

„Mit einem edlen Tropfen den Gaumen bezaubern, die Sinne inspirieren und den Geist beflügeln.“ Der Obstbrand soll dabei den Charakter der Landschaft mit der Kraft und Reife seiner Früchte wiedergeben. Dahinter steht der Glaube an die Einzigartigkeit und Individualität der Natur. Martina Rohrwasser bringt es mit einem Lächeln auf den Punkt: „Gute Rohstoffe sind die Grundlage für gute Destillate.“ Deshalb legen die beiden besonderen Wert auf die Auswahl der Rohstoffe. Es werden keine Zusatzstoffe wie Zucker oder Aromen zugesetzt. Die Destillate sind zu 100 % reine Natur und spiegeln so die handwerkliche Arbeit wider. Sollte es beispielsweise keine Kirschen oder Birnen in der entsprechenden Qualität geben, wird auch kein Kirschwasser oder Birnenbrand produziert.

Die Obstbrände und Geister

Möglichst viel Obst kommt aus der Region, dem Alten Land. Die Äpfel Finkenwerder Herbstprinz und Holsteiner Cox werden sortenrein verarbeitet. Alles, was nicht im Alten Land angebaut wird, kommt aus den traditionellen Anbaugebieten, die Mandarinen und Blutorangen beispielsweise aus Italien. Die handwerkliche Arbeit beginnt mit der Vorbereitung des Obstes. So sortiert der Brenner die Kerne und Stiele bei Kirschen und Birnen heraus, damit die darin enthaltenen Bitterstoffe nicht in den Brand übergehen. Der Alkohol entsteht anschließend durch die Vergärung der Früchte zur Maische. In einer holzbefeuerten Kupferbrennblase wird dann der Obstbrand gewonnen. Beeren, Nüsse und Wurzeln enthalten nicht genügend Fruchtzucker und Stärke, um aus ihnen Alkohol durch Vergärung zu bekommen. Sie werden unvergoren in Neutralalkohol eingemaischt und anschließend destilliert. Deshalb tragen diese Tropfen den Namen Geist.

Wahrer Vodka

German premium Vodka Handwerk pur – Vodka pur. Fünffach destilliert aus bestem biozertifiziertem Weizen und reinstem Schleswig-Holsteiner Quellwasser. Das ergibt „Wahren Vodka“. Ohne Schnick und Schnack, ohne Zusätze, Aromen und ohne Zucker. Ultrafein gefiltert mit einem Hauch an blumiger Note, die die Herkunft aus Weizen verrät, ist er weich, rein und klar. Einfach purer Genuss.

DON R***

Natürlich Rum auf norddeutsch Für den Don R*** Rum verarbeitet Brenner Fabian Rohrwasser aus Südamerika importierte Melasse. Nur der hochwertigste Anteil, der Mittellauf, wird in Holzfässern aus amerikanischer und französischer Eiche gelagert. Das Finish kommt in der abschließenden Aufbewahrung in vorbelegten Sherry-Fässern. Der bernsteinfarbene Triple Wood Rum besitzt einen Alkoholgehalt von 43 % und wird chargenweise in nummerierte und handsignierte Flaschen abgefüllt. Als er 2015 mit dem Namen Don Ruffino auf den Markt kam, gewannen Rohrwassers mit ihm die Auszeichnung „Rum of the year“ in Melbourne und Doppelgold in Hongkong. Es folgten weitere Prämierungen in Italien, Belgien und Australien. Die Namenspatenschaft für den Rum übernahm Enno Freiherr von Ruffin, Herr auf Gut Basthorst. Ein italienisches Weingut sah in dem Namen eine Urheberrechstverletzung und die Gefahr einer Verwechslung. Per Hand wurde kurzerhand der Name auf Don R*** gekürzt und die überflüssigen Buchstaben mit einem scharfen Messer aus dem Etikett herausgeschnitte