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Wild der Kaffee

Hier spielt die Bohne die erste Geige

Kaffee ist ein Genussmittel mit langer Tradition. Thomas Wild weiß wovon er spricht, wenn er über die Besonderheiten und Vorzüge von Kaffee erzählt. Das war noch nicht so, als er 1981 nach Osnabrück kam. Da stand die Musik an erster Stelle. Nach dem Musikstudium spielte er in verschiedenen Orchestern. Das Engagement als erster Geiger führte ihn an das Osnabrücker Theater. In der Hasestadt wirkte er im Hintergrund eines Einzelhandelsgeschäftes für technisches Erwachsenenspielzeug, Küchenkultur und Lebensart mit und 1996 kam sein Name mit in das Firmenlogo. Zwei Jahre später ergänzten Kaffeemaschinen und eine Auswahl Importkaffees das Angebot. Der bekennende Genießer beschäftigte sich immer intensiver mit der Bohne. Schon bald sagte ihm die Qualität der italienischen Produkte nicht mehr zu. Gerade die dunkle Espressobohne ist besonders empfindlich und das Aroma geht trotz optimaler Verpackung schnell verloren. Von der Röstung bis zur Lieferung in die deutschen Geschäfte vergehen schon mal schnell drei Monate. Dann sind schon viele der über 1000 Aromen aus der Bohne entschwunden. In ihm erwuchs der Wunsch, den Produktionsprozess und die Frische selber unter Kontrolle zu haben. Am Anfang der eigenen Kaffee-Linie stand 2004 eine Sorte, der ein Jahr später ein Biokaffee folgte.

Heute führt er 16 Sorten von verschiedenen Filter- und Espresso-Kaffees. Thomas Wild röstet dabei nicht selber, sondern setzt auf die Erfahrung von drei erfahrenen Spezialisten. Der eine hat das Händchen für Espresso. Der andere hat das Fingerspitzengefühl für die Filterkaffees. Der dritte bezieht seine besonderen Bohnen von einer Finca in Peru und beherrscht den Bio-Kaffee. Zusammen mit diesen drei Röstern erarbeitet Wild die Rezepturen für die verschiedenen Sorten.

Einen persönlichen Favoriten hat er nicht. Das hängt immer von der eigenen Stimmungslage und der Art der Zubereitung ab. Jede einzelne Art entwickelt einen eigenen Geschmack und die gleiche Bohne schmeckt jedes Mal anders Die Qualität steht und fällt hier mit dem Bediener. Siebträger Maschinen erfordern hier ein besonderes Geschick und Fingerspitzengefühl.

Die ursprünglichste Art der Zubereitung ist die äthiopische. Die Legende berichtet von Schaf- und Ziegenhirten im Königreich Kaffa, die beobachteten, dass einige Tiere von einem Strauch fraßen und bis tief in die Nacht besonders aktiv blieben. Die Mönche, denen sie ihre Beobachtung schilderten, suchten nach der Pflanze. An der beschriebenen Stelle fanden sie die Sträucher, sammelten von den Bohnen und bereiteten sich daraus einen Sud. Fortan konnten sie bis spät in die Nacht durcharbeiten, ohne müde zu werden. Im 9. Jahrhundert rösteten die Mönche die Bohnen in großen Eisenpfannen. Anschließend mahlten sie sie grob oder stießen Sie im Mörser klein. In einem großen, bauchigen Tonkrug mischten sie das Pulver mit Zucker und kochten es mit Wasser auf. Anschließend servierten sie das Getränk in kleinen Schälchen.

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Wild der Kaffee

Hier spielt die Bohne die erste Geige

Kaffee ist ein Genussmittel mit langer Tradition. Thomas Wild weiß wovon er spricht, wenn er über die Besonderheiten und Vorzüge von Kaffee erzählt. Das war noch nicht so, als er 1981 nach Osnabrück kam. Da stand die Musik an erster Stelle. Nach dem Musikstudium spielte er in verschiedenen Orchestern. Das Engagement als erster Geiger führte ihn an das Osnabrücker Theater. In der Hasestadt wirkte er im Hintergrund eines Einzelhandelsgeschäftes für technisches Erwachsenenspielzeug, Küchenkultur und Lebensart mit und 1996 kam sein Name mit in das Firmenlogo. Zwei Jahre später ergänzten Kaffeemaschinen und eine Auswahl Importkaffees das Angebot. Der bekennende Genießer beschäftigte sich immer intensiver mit der Bohne. Schon bald sagte ihm die Qualität der italienischen Produkte nicht mehr zu. Gerade die dunkle Espressobohne ist besonders empfindlich und das Aroma geht trotz optimaler Verpackung schnell verloren. Von der Röstung bis zur Lieferung in die deutschen Geschäfte vergehen schon mal schnell drei Monate. Dann sind schon viele der über 1000 Aromen aus der Bohne entschwunden. In ihm erwuchs der Wunsch, den Produktionsprozess und die Frische selber unter Kontrolle zu haben. Am Anfang der eigenen Kaffee-Linie stand 2004 eine Sorte, der ein Jahr später ein Biokaffee folgte.

Heute führt er 16 Sorten von verschiedenen Filter- und Espresso-Kaffees. Thomas Wild röstet dabei nicht selber, sondern setzt auf die Erfahrung von drei erfahrenen Spezialisten. Der eine hat das Händchen für Espresso. Der andere hat das Fingerspitzengefühl für die Filterkaffees. Der dritte bezieht seine besonderen Bohnen von einer Finca in Peru und beherrscht den Bio-Kaffee. Zusammen mit diesen drei Röstern erarbeitet Wild die Rezepturen für die verschiedenen Sorten.

Einen persönlichen Favoriten hat er nicht. Das hängt immer von der eigenen Stimmungslage und der Art der Zubereitung ab. Jede einzelne Art entwickelt einen eigenen Geschmack und die gleiche Bohne schmeckt jedes Mal anders Die Qualität steht und fällt hier mit dem Bediener. Siebträger Maschinen erfordern hier ein besonderes Geschick und Fingerspitzengefühl.

Die ursprünglichste Art der Zubereitung ist die äthiopische. Die Legende berichtet von Schaf- und Ziegenhirten im Königreich Kaffa, die beobachteten, dass einige Tiere von einem Strauch fraßen und bis tief in die Nacht besonders aktiv blieben. Die Mönche, denen sie ihre Beobachtung schilderten, suchten nach der Pflanze. An der beschriebenen Stelle fanden sie die Sträucher, sammelten von den Bohnen und bereiteten sich daraus einen Sud. Fortan konnten sie bis spät in die Nacht durcharbeiten, ohne müde zu werden. Im 9. Jahrhundert rösteten die Mönche die Bohnen in großen Eisenpfannen. Anschließend mahlten sie sie grob oder stießen Sie im Mörser klein. In einem großen, bauchigen Tonkrug mischten sie das Pulver mit Zucker und kochten es mit Wasser auf. Anschließend servierten sie das Getränk in kleinen Schälchen.