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King of Salt

Bad Essener Urmeersalz

Die Salz-Manufaktur aus Bad Essen im Osnabrücker Land. Das Familienunternehmen bietet heute über 15 verschiedene Gewürzsalze und rund 25 unterschiedliche Salzsprays an. Vor zehn Jahren, im Jahre 2007, verkauften Ina und Wilhelm Grönemeyer das reine Salz über den regionalen Einzelhandel. Ein Jahr lang hatte es gedauert, den richtigen Prozess für die Salzgewinnung zu entwickeln. Der Maler und Designer kam 2002 mit seiner Frau zurück an den Stammsitz der Familie, einem alten Fachwerkhof in Bad Essen-Lintorf. Ein guter Freund war Wassermeister in Bad Essen und erzählte ihnen von dem Solewasser, das ganz in der Nähe gefördert wurde und in einer Hautklinik zur Heilung eingesetzt wurde. Er brachte ihnen auch eine Wasserprobe mit. Ein Gutachten, das die Gemeinde machen ließ, zeigte, dass in dem Salzwasser deutlich mehr Mineralien enthalten sind als in den meisten anderen Solen anderer Kurorte. Mutter Ina Grönemeyer hatte die Idee, das Salz zu sieden und zu vermarkten. Wilhelm Grönemeyer experimentierte lange, bis sich die richtigen Kristalle bildeten. Wie genau es passiert, bleibt ein Familiengeheimnis, erzählt schmunzelnd Sohn Boris. Er verrät nur, dass Musik, Licht, Farbe und die richtige Temperatur eine wichtige Rolle dabei spielen.

Am Ende der aufwendigen handwerklichen Herstellung steht das Salz - mit vielen geschmacksgebenden Mineralien in Salzflocken und seinem besonderen Geschmack. In lauwarmem Wasser aufgelöst schmeckt es fast wie eine Gemüsebrühe. Mit der Landesgartenschau 2010 kam Sohn Boris nach Bad Essen, um seine Eltern zu unterstützen. Nach sechs Monaten Arbeit in der Produktion und auf dem Verkaufsstand der Gartenschau stand für ihn fest, dass er mit in das Familienunternehmen einsteigt. Dazu brach er seine Zelte in Köln ab, verkaufte dort seinen Anteil seiner Internet- und Werbeagentur und zog ganz in den Kurort. 2012 übernahm er die Geschäftsführung. Mit der Schau gab es auch die ersten Gewürzsalze mit Blüten und Kräutern. Inzwischen verkauften sich die Salze auch überregional. Es wurde nach einem neuen Namen gesucht, denn Bad Essen ins Englische übersetzt heißt `schlechtes Essen`. Wieder hatte Mutter Ina die Idee. „Kann sich eine Fastfoodkette König nennen können wir das auch“, überlegte sie. So entstand der Markenname „King of Salt“.

Die 600 Jahre Familiengeschichte der Grönemeyers scheinen ein gewaltiger Zeitraum zu sein. Im Vergleich mit dem Alter des Urmeeres unter Bad Essen, das vor 220 Millionen Jahren entstand, ist es wie ein Wimpernschlag. In einem Becken sammelte sich das Meerwasser und ruhte dort in über 800 Meter Tiefe unter hohem Druck in völliger Dunkelheit und ohne Umwelteinflüsse. Steuerlisten des Osnabrücker Bischofs belegen, dass schon im 13. Jahrhundert Salz in Bad Essen produziert wurde. Der Spaß am Experiment ist Vater Wilhelm nie vergangen. Bei den Sprays kommen nur Direktsäfte und keine Aromen zum Einsatz. Neueste Kreation ist das Salzspray mit Lakritze. Das schmeckt besonders gut zu Geflügel und Rührei, schwärmt Boris Grönemeyer. Auch beim Brotbacken regt das Salz die Hefe an und lässt den Teig um ein Drittel mehr aufgehen. Viele Sterneköche würzen inzwischen ihre Speisen mit dem Salz aus dem Osnabrücker Land. Selbst ein Restaurant in Japan bestellt regelmäßig.

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Bad Essener Urmeersalz

Die Salz-Manufaktur aus Bad Essen im Osnabrücker Land. Das Familienunternehmen bietet heute über 15 verschiedene Gewürzsalze und rund 25 unterschiedliche Salzsprays an. Vor zehn Jahren, im Jahre 2007, verkauften Ina und Wilhelm Grönemeyer das reine Salz über den regionalen Einzelhandel. Ein Jahr lang hatte es gedauert, den richtigen Prozess für die Salzgewinnung zu entwickeln. Der Maler und Designer kam 2002 mit seiner Frau zurück an den Stammsitz der Familie, einem alten Fachwerkhof in Bad Essen-Lintorf. Ein guter Freund war Wassermeister in Bad Essen und erzählte ihnen von dem Solewasser, das ganz in der Nähe gefördert wurde und in einer Hautklinik zur Heilung eingesetzt wurde. Er brachte ihnen auch eine Wasserprobe mit. Ein Gutachten, das die Gemeinde machen ließ, zeigte, dass in dem Salzwasser deutlich mehr Mineralien enthalten sind als in den meisten anderen Solen anderer Kurorte. Mutter Ina Grönemeyer hatte die Idee, das Salz zu sieden und zu vermarkten. Wilhelm Grönemeyer experimentierte lange, bis sich die richtigen Kristalle bildeten. Wie genau es passiert, bleibt ein Familiengeheimnis, erzählt schmunzelnd Sohn Boris. Er verrät nur, dass Musik, Licht, Farbe und die richtige Temperatur eine wichtige Rolle dabei spielen.

Am Ende der aufwendigen handwerklichen Herstellung steht das Salz - mit vielen geschmacksgebenden Mineralien in Salzflocken und seinem besonderen Geschmack. In lauwarmem Wasser aufgelöst schmeckt es fast wie eine Gemüsebrühe. Mit der Landesgartenschau 2010 kam Sohn Boris nach Bad Essen, um seine Eltern zu unterstützen. Nach sechs Monaten Arbeit in der Produktion und auf dem Verkaufsstand der Gartenschau stand für ihn fest, dass er mit in das Familienunternehmen einsteigt. Dazu brach er seine Zelte in Köln ab, verkaufte dort seinen Anteil seiner Internet- und Werbeagentur und zog ganz in den Kurort. 2012 übernahm er die Geschäftsführung. Mit der Schau gab es auch die ersten Gewürzsalze mit Blüten und Kräutern. Inzwischen verkauften sich die Salze auch überregional. Es wurde nach einem neuen Namen gesucht, denn Bad Essen ins Englische übersetzt heißt `schlechtes Essen`. Wieder hatte Mutter Ina die Idee. „Kann sich eine Fastfoodkette König nennen können wir das auch“, überlegte sie. So entstand der Markenname „King of Salt“.

Die 600 Jahre Familiengeschichte der Grönemeyers scheinen ein gewaltiger Zeitraum zu sein. Im Vergleich mit dem Alter des Urmeeres unter Bad Essen, das vor 220 Millionen Jahren entstand, ist es wie ein Wimpernschlag. In einem Becken sammelte sich das Meerwasser und ruhte dort in über 800 Meter Tiefe unter hohem Druck in völliger Dunkelheit und ohne Umwelteinflüsse. Steuerlisten des Osnabrücker Bischofs belegen, dass schon im 13. Jahrhundert Salz in Bad Essen produziert wurde. Der Spaß am Experiment ist Vater Wilhelm nie vergangen. Bei den Sprays kommen nur Direktsäfte und keine Aromen zum Einsatz. Neueste Kreation ist das Salzspray mit Lakritze. Das schmeckt besonders gut zu Geflügel und Rührei, schwärmt Boris Grönemeyer. Auch beim Brotbacken regt das Salz die Hefe an und lässt den Teig um ein Drittel mehr aufgehen. Viele Sterneköche würzen inzwischen ihre Speisen mit dem Salz aus dem Osnabrücker Land. Selbst ein Restaurant in Japan bestellt regelmäßig.