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Wesermühle

Ölspezialitäten aus der Marsch

In den Räumen einer ehemaligen Windmühle in Thedinghausen bei Bremen entstehen 14 unterschiedliche Speiseöle. Heute ersetzt elektrischer Strom die Windkraft. Sechs Schneckenpressen pressen das Öl aus den unterschiedlichen Saaten aus der Region. 2008 gründeten Anna Hubach und Andreas Meyer die Mühle mit nur einer Schneckenpresse. Sie produzierten anfangs Mohn-, Hanf-, Lein- und Kürbiskernöl. Alles hochwertige Speiseöle, dabei war die erste gemeinsame Geschäftsidee, aus Raps Autotreibstoff zu gewinnen. Darüber kamen sie auf die Mühlentechnik und die Ölproduktion.

Anna hat Landwirtschaft studiert und arbeitete als Buchhändlerin, Ihr Mann Andreas studierte Biologie mit dem Ziel, Meeresbiologe zu werden. Auf dem Resthof, auf dem sie leben, bauen sie Gemüse an, halten Schafe und mosten sogar ihren eigenen Apfelsaft für den Eigenbedarf. Aus der Wertschätzung für ökologische Lebensmittel zusammen mit der Vorstellung, Treibstoff aus Rapsöl zu erstellen, kamen die beiden auf die Idee einer eigenen Ölmühle. Statt Treibstoff für Automotoren gewinnen sie lieber hochwertige Öle als Geschmacksessenz. „Wir produzieren nur Öle, die wir selber mögen.“, antwortet Andreas Meyer auf die Frage nach dem Antrieb der beiden. Die Saaten werden direkt bei den Landwirten gekauft. Damit sind die Rohstoffe immer frisch und geschmacklich einwandfrei. „Weil das Öl ungefiltert ist, bleiben alle Geschmackstoffe erhalten“ so Andreas Meyer. Zum Abschluss der Produktion werden die Öle von Hand abgefüllt und etikettiert. So wird die Qualität noch einmal kontrolliert. „Wichtig ist den beiden, dass die Öle nach dem schmecken, was darauf steht. Ziel ist es, den Kunden an die riesige Geschmacksbandbreite heran zu führen.“

In jede Küche gehören als Basis drei Öle:

Zum Braten ein desodoriertes Sonnenblumenöl. Durch Wasserdampf werden alle brennbaren Bestandteile aus dem Öl entfernt. So kann es hoch erhitzt werden, ohne das es verbrennt. Ein gutes Olivenöl, das mit seinen fruchtigen Aromen gut zu Salaten passt. Ein besonderes Öl, wie das Mandel-Orangen Öl. Aber das richtet sich nach dem persönlichen Geschmack.

Die Wesermühle bietet hierfür eine gelungene Auswahl: Zu Beispiel das Hanföl, auch als das deutsche Olivenöl bekannt. Es ist reich an Omega 3 Fettsäuren und passt gut zu Tomate, Fenchel und Rote Beete. Das Leinöl schmeckt gut zu Kartoffelspeisen und enthält den höchsten Anteil an Omega 3 Fettsäuren. Dafür hält es nur sechs Wochen. Mohnöl passt gut zu allen süßen Salatdressings. Walnussöl veredelt Pilzsoßen und Süßspeisen. Das Mandelöl unterstreicht mit seinem zarten, feinen Geschmack Blattsalate, Krabben und Avocado. Fisch brät sich gut mit dem Haselnuss-Zitronenöl und Mandel-Orange passt gut zum Schokoladenkuchen sowie bitteren Salaten wie Rucola und Endivien. Nur die Haselnüsse und die Mandeln werden in Thedinghausen vor dem Pressen geröstet. Die Kürbiskerne dagegen nicht. Sie sind nicht so hitzestabil und so bleibt der frische Kürbisgeschmack im Öl erhalten.

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Wesermühle

Ölspezialitäten aus der Marsch

In den Räumen einer ehemaligen Windmühle in Thedinghausen bei Bremen entstehen 14 unterschiedliche Speiseöle. Heute ersetzt elektrischer Strom die Windkraft. Sechs Schneckenpressen pressen das Öl aus den unterschiedlichen Saaten aus der Region. 2008 gründeten Anna Hubach und Andreas Meyer die Mühle mit nur einer Schneckenpresse. Sie produzierten anfangs Mohn-, Hanf-, Lein- und Kürbiskernöl. Alles hochwertige Speiseöle, dabei war die erste gemeinsame Geschäftsidee, aus Raps Autotreibstoff zu gewinnen. Darüber kamen sie auf die Mühlentechnik und die Ölproduktion.

Anna hat Landwirtschaft studiert und arbeitete als Buchhändlerin, Ihr Mann Andreas studierte Biologie mit dem Ziel, Meeresbiologe zu werden. Auf dem Resthof, auf dem sie leben, bauen sie Gemüse an, halten Schafe und mosten sogar ihren eigenen Apfelsaft für den Eigenbedarf. Aus der Wertschätzung für ökologische Lebensmittel zusammen mit der Vorstellung, Treibstoff aus Rapsöl zu erstellen, kamen die beiden auf die Idee einer eigenen Ölmühle. Statt Treibstoff für Automotoren gewinnen sie lieber hochwertige Öle als Geschmacksessenz. „Wir produzieren nur Öle, die wir selber mögen.“, antwortet Andreas Meyer auf die Frage nach dem Antrieb der beiden. Die Saaten werden direkt bei den Landwirten gekauft. Damit sind die Rohstoffe immer frisch und geschmacklich einwandfrei. „Weil das Öl ungefiltert ist, bleiben alle Geschmackstoffe erhalten“ so Andreas Meyer. Zum Abschluss der Produktion werden die Öle von Hand abgefüllt und etikettiert. So wird die Qualität noch einmal kontrolliert. „Wichtig ist den beiden, dass die Öle nach dem schmecken, was darauf steht. Ziel ist es, den Kunden an die riesige Geschmacksbandbreite heran zu führen.“

In jede Küche gehören als Basis drei Öle:

Zum Braten ein desodoriertes Sonnenblumenöl. Durch Wasserdampf werden alle brennbaren Bestandteile aus dem Öl entfernt. So kann es hoch erhitzt werden, ohne das es verbrennt. Ein gutes Olivenöl, das mit seinen fruchtigen Aromen gut zu Salaten passt. Ein besonderes Öl, wie das Mandel-Orangen Öl. Aber das richtet sich nach dem persönlichen Geschmack.

Die Wesermühle bietet hierfür eine gelungene Auswahl: Zu Beispiel das Hanföl, auch als das deutsche Olivenöl bekannt. Es ist reich an Omega 3 Fettsäuren und passt gut zu Tomate, Fenchel und Rote Beete. Das Leinöl schmeckt gut zu Kartoffelspeisen und enthält den höchsten Anteil an Omega 3 Fettsäuren. Dafür hält es nur sechs Wochen. Mohnöl passt gut zu allen süßen Salatdressings. Walnussöl veredelt Pilzsoßen und Süßspeisen. Das Mandelöl unterstreicht mit seinem zarten, feinen Geschmack Blattsalate, Krabben und Avocado. Fisch brät sich gut mit dem Haselnuss-Zitronenöl und Mandel-Orange passt gut zum Schokoladenkuchen sowie bitteren Salaten wie Rucola und Endivien. Nur die Haselnüsse und die Mandeln werden in Thedinghausen vor dem Pressen geröstet. Die Kürbiskerne dagegen nicht. Sie sind nicht so hitzestabil und so bleibt der frische Kürbisgeschmack im Öl erhalten.